Pages Menu
TwitterRssFacebook
Categories Menu

Gepostet on Dez 13, 2014 in Technik | Keine Kommentare

Unterschiede zwischen Reportagefotografie und Studiofotografie

Ob Fotografiestudenten oder Hobbyfotografen, die nun beruflich Fotograf werden möchten, stellt sich vermutlich die Frage in welche Richtung sie in der Fotografie gehen wollen. Hier gibt es eine große Auswahl. Ein Kriterium wäre vermutlich, ob man ganz kreativ oder eher objektiv fotografieren möchte. Zwei von den vielen Richtungen sind die Reportagefotografie und die Studiofotografie.

Reportagefotografie Angler New  York

Reportagefotografie versucht die Realität darzustellen

Reportagefotografie ist für viele Profi-Fotografen reizvoll, da man immer mitten im Geschehen ist und mit seinen Bildern das wahre Leben oder Ereignisse in der Welt den Lesern von Magazinen oder Zeitschriften näher bringen kann. Studiofotografie hingegen stellt das komplette Gegenteil dar. Hier können Fotografen sich künstlerisch entfalten und mit Licht und Perspektiven spielen. Ihr Gegenstand oder ihr Model zum Fotografieren können Sie sich selbst aussuchen und inszenieren.

Die Reportagefotografie

Bereits im 19. Jahrhundert sind erste Reportagefotografien entstanden. Zu den bekanntesten deutschen Fotojournalisten gehört z. B. Robert Lebeck, welcher um die ganze Welt gereist ist und auch selbst Fotos der früheren Zeit gesammelt hat (mehr Informationen zu dem Fotojournalist Robert Lebeck hier). Ob politische, sportliche oder sonstige Geschehnisse, Reportagefotografen sind immer bei aktuellen Ereignissen dabei. Diese Form von Berichterstattung mit Bildern lässt wenig künstlerischen Raum für den Fotografen. Das Einzige, was sie bei der Reportagefotografie beeinflussen können, ist die Perspektive. Dabei wird versucht das Foto besonders eindrucksvoll zu schießen, sodass der Leser der Zeitschrift denkt er wäre beim Geschehen dabei und sich emotional zu dem Thema hingezogen fühlt. Fotografen dieser Richtung tragen eine große Verantwortung, da das Bild die Wahrheit darstellen und nicht falsche Tatsachen zeigen soll. Daher gibt es unter diesen Aufnahmen oftmals einen Text, der die momentane Situation auf dem Bild erklärt und genauere Informationen liefert, was hinter dem Foto steckt.

Welche Motive bzw. Themen sind für die Reportagefotografie geeignet?

Reportagefotografie Obdachloser

Reportagefotografie kann das Leben anderer Menschen zeigen (c) Dieter Schütz / pixelio.de

Als Motiv kommt Vieles in Frage. Es können Sportevents, andere Länder mit fremden Kulturen, Kriegsgebiete oder Menschen aus Politik und Volk fotografiert werden. Der Fotograf muss sich immer über aktuelle Ereignisse informieren und mobil bzw. reisebereit sein. Für Anfänger eignen sich aber auch erstmal kleine Ereignisse, wie Demonstrationen oder einfach das Leben von Obdachlosen zu fotografieren.

Was sollte meine Kamera für Reportagefotografie können?

Da es öfters auch mal schnell gehen muss als Reportagefotograf z. B. auf Sportevents oder Demonstrationen, sollte eine Profikamera gewählt werden, die mit einer hohen Geschwindigkeit arbeiten kann und eine gute Bildqualität bietet. Ein Beispiel wäre die Canon EOS 1DX, die neben diesen Eigenschaften robust und vor Nässe abgedichtet ist. Der Akku der Canon EOS 1DX hat auch eine lange Akkulaufzeit, was für Reportagefotografen sehr praktisch ist, da sie ja viel unterwegs sind. Außerdem ist natürlich eine Spiegelreflexkamera, deren Größe klein und handlich ist, sinnvoll. Als Objektiv für die DSLR wird oftmals eines mit einer Brennweite von 50mm genommen. Der Fotograf selbst sollte sich, bevor er mit der Reportagefotografie beginnt, mit seiner Kamera genau auseinandersetzen, damit zum Zeitpunkt des Geschehens keine Missgeschicke passieren.

Die Studiofotografie

Da die Studiofotografie in einem geschlossenen Raum stattfindet, kann hier mit Licht und Schatten gespielt werden. Auch der Hintergrund kann verändert werden bzw. im Nachhinein bearbeitet werden. Die Studiofotografen können hier künstlerisch kreativ werden. Sie arbeiten mit Models oder Gegenständen und versuchen Sie so darzustellen, wie sie wollen. Dazu gehört auch, dass z. B. Models geschminkt werden und außergewöhnliche Kleidung tragen. Der Vorteil, den die Fotografen hier haben ist, dass sie das Motiv öfters fotografieren und diese dann auch vergleichen können. Die Fotografen müssen sich mit den verschiedenen Lichtquellen und deren Schatteneffekte auskennen. So gibt es sogenannte Diffusers, wozu Softboxen und Reflexschirme gehören. Mehr zum Thema Lichteinstellungen bei einer Studiofotografie findet man auf dieser Seite. Dadurch können Wolken simuliert werden und Schatten wirken weicher. Im Nachhinein kann man die Bilder noch aufwändig mit Bildbearbeitungsprogrammen verändern. Im Vergleich zur Reportagefotografie, ist die Studiofotografie kostspielig, da man viele extra Utensilien benötigt und man braucht natürlich einen Studio-geeigneten Raum.

Welche Kamera eignet sich für die Studiofotografie?

Studiofotografie Hund braun

Studiofotografie: Hund im Studio mit weichen Schatten (c) Oliver Haja/ pixelio.de

Mit der DSLR sollten die ISO-Werte, die Blende und die Verschlusszeiten manuell einstellbar sein. Die ISO-Werte können ungefähr bei 50 oder 100 liegen bzw. maximal bei 200. Außerdem sollte die Kamera eine hohe Auflösung haben. Zusätzlich sollte die Kamera einen Sensor mit Kleinbildformat haben. Neben einer Kamera benötigt man natürlich noch die bereits erwähnten Lichter, wie einen Reflektor oder ein Kopflicht.

Unterschiede im Überblick

Reportagefotografie Studiofotografie
– Darstellung der Realität – Inszenierungen
– wenig kreativen Spielraum (außer Perspektive) – großen kreativen Spielraum durch Veränderung des Hintergrundes, von Gegenständen, Personen und dem Licht
– draußen oder in fremden und unbekannten Räumen – geschlossener Raum
– Foto wird durch einen Text genauer erläutert – Text nicht unbedingt notwendig, sondern Bild soll für sich sprechen
– nur sehr wenige Versuche den Augenblick einzufangen – viele Versuche Motive zu fotografieren bis gewünschtes Bild entsteht

 

Weitere Interessanten Artikel

Flexibles Display– der Trend der Tablet Zukunft

Ökostrom– Umweltfreundliches Lichtmeer an Weihnachten

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.